Wehrte Leserschaft,
zunächst möchte ich ihnen allen ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2012 wünschen.
Wieder sind 12 Monate vorüber und für mich als Trainer gilt es, das abgelaufene Jahr zu durchleuchten.
An den Einzelmeisterschaften 2011 stach besonders Steffen Blum hervor. Die errungenen Titel an der Südbadischen Männer Meisterschaft und
Baden-Württembergischen Junioren Meisterschaft beeindruckten mich enorm. Es zeigte sich, dass mein Trainingskonzept erneut Früchte trägt. Auch der Erfolg von Karsten Kudermann an der Bezirksmeisterschaft unterstrich meine Meinung was das Grundlagentraining im Ringen anbelangt. „Der Athlet muss die richtige Standkampfhaltung einnehmen und schon ist es schwer eine Aktion an den Sportler anzubringen.“
Bei aller Euphorie gab es aber auch Rückschläge. So schaffte ich es nicht, die hervorragende Leistung von Niklas Hermann aus der Saison 2010 zu konservieren. An den Landesmeisterschaften drängten sich von Kampf zu Kampf taktische Fehler hervor, die eine von mir sicher geglaubte DM Teilnahme in unerreichbare Ferne wandern ließ.
Zur Saison 2011 tat sich ein Lichtblick auf. Das Brüderpaar Stephan und Florian Schöpperle standen uns wieder zur Verfügung. Zwei Akteure, deren Wichtigkeit sich im Laufe der Saison gehörig ans Tageslicht stellte. Stephan blieb in allen 18 Begegnungen ungeschlagen und Florian zeigte sich in sämtlichen Gewichtsklassen und Stilarten als hervorragend variabler Ringer.
Die Saison an sich verlief mit gemischten Gefühlen. Die Zielsetzung im Mittelfeldplatz wurde mit Rang 2 mehr als übertroffen. Betrachten wir die Tabelle aber genauer ist Platz 2-4 punktgleich. Schuttertal auf dem 5. Platz nur ein Zähler dahinter. Dies bedeutet, ein Punkt weniger und wir wären auf einem Mittelfeldplatz gelandet.
Hoffnung kommt auf, wenn ich an die Rückrundenkämpfe von Singen und Lahr denke. Sicherlich ist mir bewusst, dass wir in diesen Begegnungen eine Menge Glück hatten, doch Glück kann man erarbeiten.
Erarbeiten in so fern, dass der Athlet auch noch in letzter Sekunde genügend Konzentration oder Motivation aufweist weiter zu kämpfen oder im Stande ist einen Fehler des Gegners auszunützen.
Dies bestätigte wiederum meine Aussage im Vorfeld der Saison:
„Wir haben eine Meisterschaft, bei 100 % Trainingsauslastung!“
Auch die 2. Mannschaft rechtfertigte sein da sein in der Bezirksklasse. Einige Athleten konnten bedenkenlos in der 1. Mannschaft eingesetzt werden. Sollte dies nicht der Fall sein, waren diese eine „Bank“ im Bezirksklassenteam. Trotz großer Personalsorgen belegte die Mannschaft zur Halbzeit Platz 1. Leider wurde dieses Problem nicht geringer und in der Rückrunde musste so manche Niederlage hingenommen werden.
Die Saison 2011 verdeutlichte sehr wo wir weiter arbeiten müssen und werden. So blicke ich optimistischer ins Jahr 2012.
Mit sportlichen Grüssen
Rainer Weber
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